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Interkulturelle Begegnungen in Amerika

Deutsch-amerikanischer Schüleraustausch des Thomas-Morus-Gymnasiums, Daun


Wie können kulturelle Unterschiede unser (Zusammen-) Leben positiv beeinflussen? Dieser Frage stellten sich 25 Schülerinnen und Schüler des Thomas-Morus-Gymnasiums Daun vor ihrer Reise in die Vereinigten Staaten. Ziel der Reise war es, den Alltag amerikanischer SchülerInnen und ihrer Familien kennenzulernen und einen Einblick in die amerikanische Arbeitswelt zu erhalten, vor allem von Start-Up Unternehmen.


Die Reise wurde von den Englischlehrerinnen Frau Grogan-Schomers, Frau Lorré und Frau von Wirtz begleitet und begann am 16. Oktober mit einem dreitägigen Aufenthalt in der Metropole Chicago.


In der wirtschaftlich bedeutsamen und kulturell vielfältigen Stadt begaben sich die SchülerInnen zunächst zu den Wurzeln der amerikanischen Geschichte: The Art Institute gab hierbei wertvolle Einblicke. Auf einer Architecture Walking Tour sowie Architecture River Boat Tour, die vom Freundeskreis der Schule finanziert wurde, konnten sie anschließend die moderne Seite der Stadt erkunden und die architektonischen Meisterleistungen der amerikanischen Ingenieure bestaunen. In der Chamber of Commerce erhielten die SchülerInnen einen Einblick in deutsche Investitionen im mittleren Westen, Niederlassungen von deutschen Start-Up Unternehmen in den USA und die deutsch-amerikanische Wirtschaftsstruktur.


Am Abend des 18. Oktober, nach einer dreistündigen Fahrt in einem echten amerikanischen Schulbus, war es dann endlich soweit: Die SchülerInnen trafen auf ihre Gastfamilien, bei denen sie in den nächsten zwei Wochen leben würden.


In den Familien lernten sie die amerikanische Kultur umfangreich kennen: Sie besuchten gemeinsam mit ihren Austauschpartnern die Grafton High School und Lomira High School, nahmen nachmittags an Clubs teil und fieberten bei Sportveranstaltungen mit. Die Wochenenden verbrachten sie mit ihren Gastfamilien und unternahmen die verschiedensten Aktivitäten, z.B. Trick-or-Treating oder Kürbisse schnitzen, Besuch eines Football Game oder anderer Sportveranstaltungen.


An einem Tag begleiteten sie auch ein Elternteil zur Arbeit oder lernten Start-Up Unternehmen in der Umgebung von Lomira kennen. Ihre Einblicke in die Arbeitswelt vertieften sie auf einem Ausflug nach Milwaukee: Hier setzten sie sich mit den Start-Up Unternehmen Digital Bridge und Third Space Brewing und dem weltweit erfolgreiche Unternehmen Harley Davidson auseinander und besuchten darüber hinaus das Milwaukee Public Museum.


Um auch den amerikanischen SchülerInnen die deutsche Lebensweise und Arbeitswelt näherzubringen, hielten die deutschen Partner Präsentationen im Unterricht, die einen regen Austausch zwischen den Kulturen initiierten. Die amerikanischen Deutschlehrerinnen Frau Frey (Grafton) und Frau Schiegg (Lomira) unterstützen die angeregten Gespräche und halfen in der Vermittlung. In Lomira entwickelten die deutschen und amerikanischen SchülerInnen darüber hinaus ihre eigenen Start-Up Ideen und präsentierten sie gemeinsamen. Um die zahlreichen Eindrücke und Erkenntnisse festzuhalten, schrieben die SchülerInnen in binationalen Gruppen Berichte für ein gemeinsames Buch und erstellten Kurzvideos. Sie sind sich einig, dass der Besuch in Amerika zu einem ihrer wertvollsten Erlebnisse zählt.


Die deutsch-amerikanische Verbundenheit war am Abend des 2. Novembers besonders zu spüren, als sich alle SchülerInnen und Gastfamilien sowie Lehrerinnen in Grafton bzw. Lomira zu einem Farewell Event zusammenfanden. Alle waren sich einig, dass kulturelle Unterschiede eine Bereicherung darstellen. Die Schülerinnen Paula Clemens und Jule Meeth reflektierten dies wie folgt: „Unserer Meinung nach ist kulturelle Vielfalt ein wichtiger Faktor in unserer Gesellschaft, da sie die Menschen einander näherbringt. Durch Unterschiede wird man kommunikativer, gewinnt neue Erfahrungen und wird offener gegenüber fremden Personen. Dieser Austausch hat uns auf mehreren Ebenen weitergeholfen, da wir dadurch Ängste und Befürchtungen überwinden, sowie unsere Sprachkenntnisse verbessern konnten.“


Der Austausch wurde aus Mitteln des German American Partnership Program (GAPP) des Auswärtigen Amts gefördert und durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz unterstützt.








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