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ERASMUS – Austausch nach Irland

Vielfältige Erfahrungen während des Aufenthaltes

Alina Mungen, Schülerin der Jahrgangsstufe 12, hat die Möglichkeit genutzt, um im Ausland ihre englischen Sprachkenntnisse zu verbessern. Dafür war sie vom 13.10.2023 bis zum 27.10.2023 in Irland in der Stadt Mallow, die in der Grafschaft Cork liegt. Der Einzelaustausch wurde von dem europäischen Programm ERASMUS gefördert. Während ihres Aufenthaltes hat Alina spannende Erfahrungen gemacht:


Während meiner Zeit in Irland sind mir einige Unterschiede im Vergleich zu Deutschland aufgefallen. 

Sehr überrascht war ich von den Schulen. Auf der St. Marys Secondary School gibt es eine Schuluniform, außerdem ist es eine reine Mädchenschule. Meine Austauschpartnerin wollte mir nicht glauben, als ich ihr von meiner Schule, dem Thomas-Morus-Gymnasium erzählt habe. Dort gibt es keine Kleiderordnung und Mädchen sowie auch Jungs besuchen die Schule.

Auch im Unterricht sind mir eigene Unterschiede aufgefallen. In Irland bekommen die Schülerinnen keine Epochalnoten, aus diesem Grund ähnelt der Unterricht einer Vorlesung. Meistens, wenn der Lehrer eine Frage an die gesamte Klasse stellt, sprechen die Schülerinnen im Chor. Selten zeigt jemand auf, um etwas zu sagen. 

Während Klausuren dürfen die Schülerinnen normal nebeneinander sitzen ohne Abstand, auch liegen dort Bücher auf dem Tisch, die nicht weggeräumt werden müssen. Während meinen Klausuren muss ich darauf achten, dass ich mindestens zwei Stühle von einem anderen Schüler entfernt bin und dass keine Bücher oder Hefte auf dem Tisch liegen. 

Allgemein gibt es Fächer, in denen kein Unterricht gemacht wird, beispielsweise in Sport und Religion. In diesen Stunden können die Schülerinnen in einem Klassenraum ihre Hausaufgaben erledigen.

Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass den Schülerinnen die Arbeit mit Tablets nicht gestattet ist. Dies war anfangs ungewöhnlich für mich, da mehr als die Hälfte in meiner Stufe, mich eingeschlossen, ein iPad besitzt. Die Lehrer in Irland setzen sich gegen Technik ein, so ist die Handynutzung in der gesamten Schule verboten.

Am meisten war ich am Deutschunterricht beteiligt. Dort hat die Lehrerin ausschließlich auf Deutsch gesprochen, was ich anfangs sehr beeindruckend fand, doch nicht viele Schülerinnen konnten dem Unterricht folgen.

Trotz dessen habe ich dort viel Neues über Irland gelernt, da dies das Thema des Unterrichts war. Dort haben wir zu Beginn über Dinge gesprochen, die wichtig zu wissen sind, wenn man nach Irland kommt, wie beispielsweise das Fahren auf der linken Seite, die wichtigen Nummern 110 und 999, die man in Notfällen verwendet und dass in Euro bezahlt wird. Danach sollten wir Sehenswürdigkeiten recherchieren, die man unbedingt besichtigen sollte, wie die Stadt Cork, die Klippen von Moher und Killarney.

Einige dieser Dinge haben wir besucht. Zu Beginn haben wir eine kleine Tour durch Mallow gemacht. Dabei haben wir Mallow Castle gesehen und waren in verschiedenen Geschäften. Nicht weit von der Schule entfernt ist ein kleines Café, dort verbringen die Schülerinnen in der Mittagspause ihre Zeit. Dort ist es warm und gemütlich, besonders mit einer heißen Schokolade, während man seine Hausaufgaben erledigt und es draußen regnet.

An meinem ersten Wochenende in Mallow sind wir mit dem Zug nach Cork gefahren. Dort haben wir die große Kathedrale und den englischen Markt besichtigt. Es ist praktisch mit dem Zug zu fahren, da die Tickets im Vergleich zu Deutschland sehr günstig sind, außerdem ist die Infrastruktur sehr gut ausgebaut, da man von Mallow aus fast jede große Stadt in Irland mit dem Zug ohne Umstiege erreichen kann, wie auch Dublin. 

Leider hat es fast jeden Tag geregnet, dabei konnte beobachten, wir der Fluss jeden Tag höher und höher stieg. An einem Tag musste die Mutter meiner Austauschpartnerin einen Umweg zur Schule fahren, da eine gesamte Straße überschwemmt war. Doch sie sagte, dies würde häufig passieren und wäre normal.

Schon innerhalb von wenigen Tagen hatte ich das Gefühl, dass sich mein Englisch sehr verbessert hat, da ich dauerhaft gesprochen habe und dem Unterricht meistens ohne Probleme folgen konnte. Auch habe ich viele Komplimente für meine Sprachkenntnisse bekommen. Meine Austauschpartnerin hat eine Rolle in einem Weihnachtsmusical, aus diesem Grund bin ich ebenfalls zu den Proben gegangen. Dort habe ich viele neue Wörter gelernt, die ich früher nicht kannte, dort konnte ich ebenfalls an den Proben teilnehmen. Die Übungen fanden in einem Jugendzentrum statt, dort können Kinder jeden Alters singen, tanzen und schauspielern. Dieser Zugang zu verschiedenen kreativen Hobbys ist eine gute Möglichkeit für Kinder und Jugendliche ihre Freizeit produktiv zu gestallten.

Insgesamt gibt es einige Unterschiede zwischen Deutschland und Irland, dennoch bin ich sehr gut zurechtgekommen. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, eine Sprache zu verwenden und dauerhaft zu sprechen, um das Vokabular zu erweitern und die Aussprache zu verbessern. Auch konnte ich an außerschulischen Aktivitäten teilnehmen und habe neue Kenntnisse über Irland gewonnen.




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