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Von wilden Kräutern, warmen Tagen, Wasserski und wertvoller Ernährung

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Austauschprogramm macht Frankreich für Achtklässler schmackhaft
Reise nach Epinal

„Bon appétit!“ hieß es auch in diesem Mai wieder am Thomas-Morus-Gymnasium. 16 Achtklässler/innen mitsamt ihren betreuenden Lehrkräften Diana Grogan-Schomers und Jochen Willwer traten ihre Reise zu unserer Partnerschule, dem collège Jules Ferry im französischen Épinal an.

Vorher gab es Kostproben

Bereits vor gut zwei Monaten hatten die französischen Austauschpartnerinnen und -partner bei ihrem Besuch in Daun gemeinsam mit den deutschen correspondant.e.s im Rahmen ihres Erasmus+-Projekts zur nachhaltigen Ernährung die Vorzüge biologisch produzierter Lebensmittel regionaler Herkunft spielerisch erarbeitet und beim Kochen und Verkosten erfahren. So freuten sich die deutschen Jugendlichen bei Antritt der Reise nicht nur auf das Wiedersehen mit den Freunden im Nachbarland, sondern wollten auch herausfinden, wie nachhaltig erzeugte Produkte hergestellt werden und welche Rolle sie im französischen Alltagsleben spielen.

Von Gourmets und Gourmands

Eingelöst wurden diese Erwartungen gleich beim ersten Mittagessen im französischen restaurant scolaire, auf dessen Speiseplan unter anderem ein vegetarisches Gemüsegericht fait maison stand. Die gemeinsame Entdeckung des Wochenmarkts mit seinen vielfältigen regionalen und saisonalen Produkten ließ das Herz jedes Kochfans höher schlagen. Einen eindrucksvollen Höhepunkt des Projekts boten der Besuch des Betriebs der Milchbäuerin Laetitia sowie die Erkundung eines Ein-Mann-Hofes unter Anleitung seines Besitzers, des Gemüsebauern Bérenger: Dieser führte den Jugendlichen in Form einer Rallye und einer Führung über seine Felder am authentischen Beispiel vor Augen, was ökologische und nachhaltige Erzeugung von Gemüse und Obst umfasst.

Dann hieß es, auch selbst anzupacken und Basilikum für den eigenen Bedarf zu pflanzen. Dass das gesunde Würzen von Speisen weder aufwändig noch teuer sein muss, bewies uns seine Kollegin Christelle schlussendlich bei einem Wildkräuterspaziergang: das Erkennen, Ertasten, Erriechen und Erschmecken ließen uns mit allen Sinnen erfahren, welche medizinischen wie kulinarischen Schätze die Natur dem Menschen – völlig kostenfrei! – bietet.

Schule und Freizeit

Nach der intensiven Arbeit bei hochsommerlichen Temperaturen und dem gemeinsamen Besuch des Regelunterrichts der Austauschpartnerinnen und -partner freuten sich alle Schülerinnen und Schüler über vielfältige Aktivitäten außerhalb des offiziellen Programms: von Wasserski und Klettern über gemeinsame Feiern und Einkaufsausflüge bis hin zum Bowlen und Schwimmen hatten sich die französischen Gastfamilien einiges einfallen lassen, um die Zeit in Épinal zu einem unvergesslichen Aufenthalt werden zu lassen.

So hieß es am Ende der fünf eindrucksvollen, intensiven Austauschtage in unserer Partnerschule statt „Adieu!“ allenthalben „Merci et au revoir!“ – vielleicht ja bei einem aus Biogemüse frisch zubereiteten Auflauf und einem Glas selbst gemachter Kräuterlimonade? Das Erasmus+-Konsortium, ohne dessen Unterstützung diese einmalige Erfahrung nicht möglich gewesen wäre, laden wir natürlich herzlich an den gedeckten Tisch ein!



 
 
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