Mediatorenarbeit am TMG

Mediatoren - man hört überall davon, ob bei der Bundeswehr, den Banken, der Ausbildung von Juristen und auch in vielen mittelständischen Betrieben. Viele Schulen stellen sich diesen veränderten Anforderungen (nicht). Ein so modernes und aufgeschlossenes Institut wie das TMG versteht es mittlerweile als Selbstverständlichkeit, auch in diesem Aufgabenfeld intensiv zu arbeiten.

Seit dem Jahr 2000 gibt es diese mit großem Engagement der Teilnehmer betriebene AG.

Derzeit kann man auf 28 voll aktive Mediatoren aus den Klassen 10 und eine größere Anzahl aus den Oberstufenjahrgängen zurückgreifen. Alle Mediatoren durchliefen dabei eine dreitägige Grundausbildung, in der Kommunikationsstrategien erlernt wurden und die regelmäßig alle 14 Tage in der AG-Arbeit verfeinert werden.

Sicherlich ist das nunmehr 50 Jahre alte TMG nicht von derart vielen Konflikten und Auseinandersetzungen gebeutelt, dass so viele Mediatoren ständig im Einsatz sein müssten - viele kleinere Konflikte werden nach wie vor von unseren Pädagogen Kraft ihrer Autorität und Sensibilität entschärft. Zum direkten Einsatz als Schlichter kommen unsere Mediatoren daher vor allem dann, wenn ein Konflikt über einen längeren Zeitraum sichtbar Auswirkungen hat. Viel häufiger wenden sie ihre erlernten Fähigkeiten daher im schulischen Alltag an, mit dem Wissen, dass Konflikte in kultivierter Weise ausgetragen werden können.

Für ihre Arbeit müssen sie sich dabei immer neu an sich verändernde Bedingungen im schulischen Leben orientieren. Interessierte man sich zu Beginn lediglich sehr stark für die Ausbildung, die auch für die AG-Leiter zunächst ein noch nicht sicheres Terrain war (hierbei unterstützte uns in den Anfangsjahren wesentlich der Schulpsychologische Dienst Daun - vielen Dank dafür), halfen im dritten Jahr schon die höheren Jahrgänge bei der Ausbildung der nachwachsenden Generation. Dabei konnten sie erlernte Prinzipien der gelungenen Kommunikation gut anwenden.

Mit der Einführung der Ganztagsschule erweiterten die Mediatoren ihre Tätigkeit auf die Betreuung der Hausaufgabenarbeit. Mit großem Interesse äußerte daraufhin auch die Grundschule Daun den Wunsch, unser Angebot auch auf ihre GTS auszuweiten. Seither sind Mediatoren an Nachmittagen dort, um in Einzelbetreuung den Kindern Unterstützung zu bieten. Oft geht es dabei um Spracherwerb und Anleitung zu konzentrierter Arbeit. Hierbei lernen unsere Schüler viel über sich selbst und einen sozialen Umgang miteinander. Begeistert erzählen sie von der Dankbarkeit und Anhänglichkeit der Kleinen.

Premiere hatte in diesem Jahr eine Aktion, in der sich in der Zeit zwischen den Halbjahren 40 Mediatoren in einem halbtägigen Programm um die möglichst gute Integration der neuen Ganztagklassen 5 in den Schulbetrieb bemühten. Diese Aktion soll weiterverfolgt werden. Daneben sind auch einzelne weiterhin in der Schlichtung gelegentlicher Streitfälle beschäftigt. Für punktuelle Ereignisse, wie etwa den jährlichen Tag der Offenen Tür oder die Kontaktaufnahme mit den Schulanfängern, stehen unsere Mediatoren ebenfalls zur Verfügung.

Respekt fordert uns die hohe Bereitschaft unserer Schüler ab, sich immer wieder auf neue Herausforderungen einzulassen und kreativ, leistungsbereit und leistungsfähig ihre Arbeit zum Wohl der Schulgemeinschaft einzubringen und dafür viel Freizeit zu opfern. Dafür bedanken wir uns bei allen, die geholfen haben, ausdrücklich! Das Wissen darum, dass die Ausbildung und Arbeit für unsere Mediatoren den größten Gewinn bringt, ermutigt und begeistert uns AG-Leiter in besonderer Weise.

Robert Hötzel