Bericht

01.09.2021

Zusammenarbeit über alle Grenzen hinweg

Zehn Schülerinnen und Schüler des Thomas-Morus-Gymnasiums Daun erstellten gemeinsam mit ihren amerikanischen Freunden von der Lomira Middle School im Bundesstaat Wisconsin (USA) ein deutsch-amerikanisches Kochbuch und lernten so nicht nur die fremdländliche Küche kennen

In Zeiten der Pandemie müssen Lehrkräfte kreativ sein, um ihre Schülerinnen und Schüler zu Hause zu motivieren, und dies nicht nur in Deutschland. So kamen die Lehrerinnen Diana Grogan-Schomers (TMG) und Lyndsy Schiegg (USA), die den deutsch-amerikanischen Schüleraustausch seit 15 Jahren an ihren Schulen koordinieren, auf die Idee, ein gemeinsames Projekt mit den siebten Klassen ihrer Schulen durchzuführen.

Das Projekt „die deutsche und amerikanische Kultur schmecken und erleben“ begann im April und erstreckte sich in den Sommer hinein. Von der Projektfindung bis zur Erstellung des Kochbuches arbeiteten Amerikaner und Deutsche gemeinsam. Sie nutzten digitale Medien, um sich kennenzulernen und sich auszutauschen, vertieften diese Kenntnisse durch gemeinsame Videokonferenzen in der Gruppe, wirkten bei der Erstellung eines gemeinsamen Logos und Kochbuches mit und probierten einige Rezepte selbst aus.

„Ich habe an dem Projekt teilgenommen, weil ich mich mit Schülern aus einem anderen Land austauschen wollte,“ so Charlotte (13) aus Kerpen. „Mir haben die Hoodies, das Kochbuch und die Videokonferenzen mit den Amerikanern besonders gut gefallen.“ „Durch das Projekt habe ich gelernt, was die Amerikaner gerne Essen und in ihrer Freizeit machen, hebt Fabian (13) aus Dockweiler hervor. Außerdem empfand ich den sprachlichen Austausch als sehr wertvoll.“

Selbstständigkeit und interkulturelle Kompetenz fördern, den Umgang mit digitalen Medien schulen, Fremdsprachenkenntnisse stärken – das sind nur einige Ziele des Projekts, die erreicht wurden. Auch das Fach Deutsch als Fremdsprache, das freiwillig an amerikanischen Schulen angeboten wird, gewinnt durch solche Projekte an Qualität und Popularität und die Jugendlichen haben Spaß und Freude an schulischer Arbeit während des Homeschoolings.

Das Projekt fand im Rahmen des German American Partnership Program (GAPP) statt, das aus Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert und durch den pädagogischen Austauschdienst (PAD) unterstützt wurde.