Bericht

28.04.2018

Wenn´s mal blutet oder sticht - die engagierten SchulsanitäterInnen sind schnell in Sicht

Seit Beginn des neuen Halbjahres stehen die geprüften SchulsanitäterInnen des TMG nicht nur während der Unterrichtszeit auf Abruf bereit, sondern stehen auch in den beiden großen Pausen als Ansprechpartner in dem neuen Sanitätsraum zur Verfügung. In den meisten Fällen versorgen sie in Zweierteams kleinere Schnittwunden mit Pflastern, verteilen Kühlakkus bei Prellungen und finden trostspendende Worte für alle Verletzten.
Zum Schuljahresbeginn startete der Schulsanitätsdienst (SSD) am Thomas-Morus-Gymnasium in Daun. In Zusammenarbeit mit den Vertretern des DRK Daun Michael Reinecke, René Weland sowie Manfred Wientgen unterweisen die beiden Lehrkräfte Rosemarie Blümling und Anja Ludwig 14 SchülerInnen der Klassenstufen 6 bis 9 in einer wöchentlich einstündig stattfindenden AG in den Grundlagen der Ersten Hilfe.
In 16 Schulstunden, die mit verschiedenen Theorie- und Praxisanteilen abwechslungsreich gestaltet wurden, erwarben die Teilnehmer der AG zahlreiche Kenntnisse: den richtigen Umgang mit einem Verletzten, Aspekte zur Hygiene und dem damit verbundenen Selbstschutz, das Anlegen von Druckverbänden, die Überprüfung von Atmung und Puls und die Einleitung einer Reanimation, die an Puppen geübt wurde, und vieles mehr. Zudem wurden zahlreiche Fallbeispiele besprochen.
Vor den Weihnachtsferien fand schließlich eine Abschlussübung statt, in der der gesamte Ablauf ausgehend von der Meldung im Sekretariat, Ausrufen der Schulsanitäter über Lautsprecher, Versorgen des Patienten, Anruf der 112 bis hin zur Übergabe an die eintreffenden Rettungssanitäter stattfand. Ein Schüler der Klasse 6a sollte einen von einem Barren gestürzten und nun verletzten Schüler mimen. Über die unter realen Bedingungen stattfindende Übung freute er sich so sehr, dass es beinahe - aufgrund zu starken Hyperventilierens - zu einem realen Einsatz gekommen wäre. Insbesondere, als der echte Rettungswagen mit Blaulicht eintraf und die Rettungssanitäter diesen Schüler wegen Verdachts auf eine Gehirnerschütterung auf der Trage festschnallten, in das Fahrzeug brachten und mit ihm um die Ecke fuhren, war ein hochspannender Augenblick für die gesamte Schulgemeinschaft. Diese Übung haben alle AG-Mitglieder erfolgreich absolviert. Damit haben sie ihren Erste-Hilfe-Schein erworben und dürfen sich nun Schulsanitäter nennen.
Nach diesem gelungenen Start erhofft sich die AG für das neue Schuljahr zahlreiche Neuanmeldungen aus jeder Klassenstufe.