Bericht

26.03.2018

Besuch der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde in Wittlich von Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12

"Wie stehen Muslime zur Homosexualität?", "Wie geht der Islam mit dem Thema Sterbehilfe um?" Diese und ähnliche Fragen stellten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 am vergangenen Dienstag den Vertretern der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde in Wittlich.

Die beiden Religionskurse sowie der Ethikkurs statteten - gemeinsam mit dem stellvertretenden Schulleiter Michael Milbert und der Ethiklehrerin Sibille Betzenberger - sowohl der muslimischen Gemeinde wie auch der jüdischen Kultusgemeinde in Trier einen Besuch ab.

In der Hamd-Moschee in Wittlich-Wengerohr wurde die Gruppe vom Thomas-Morus-Gymnasium gleich von mehreren Mitgliedern der Gemeinde empfangen: Sowohl Gemeindevorsteher Kasim wie auch der Schatzmeister Dr. Asim Tariq hießen die Gruppe willkommen. Andere sorgten für die Bewirtung mit Süßigkeiten und Getränken.

Neben einer Präsentation war jedoch vor allem das offene Gespräch für die Schülerinnen und Schüler von Bedeutung. All ihre Fragen wurden von den Gemeindemitgliedern, vor allem dem Vorsitzenden, Herrn Kasim, beantwortet. So wurden z.B. die Stellung der Frau, mögliche Ehen zwischen Muslimen und Christen oder auch das Thema Organspende angesprochen. Auch die Gräueltaten des IS blieben nicht außen vor. Aus der Sicht der Ahmadiyya Muslime, darin war man sich einig, hat die Terrororganisation IS nichts mit dem muslimischen Glauben zu tun.

In Trier konnten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Führung durch die Synagoge die Symbole eines jüdischen Versammlungsraums kennenlernen. Thorarollen wurden bestaunt, Abläufe und Gewohnheiten während der Gebete erklärt und die Geschichte des Judentums aufgegriffen. Ungewohnt für die (männlichen) Schüler war besonders das Bedecken des Hauptes mit einer "Kippa".