Bericht

14.03.2018

Erfolgreich mit Zelten aus Milchtüten und Landkarten für Blinde

Mit fünf Projekten war das Thomas-Morus-Gymnasium Daun am Montag, den 19.02., beim Regionalwettbewerb von "Jugend forscht Schüler - experimentieren" in Bitburg vertreten.Die Jungforscherinnen und Jungforscher überzeugten dort mit überraschenden und innovativen Ideen:
Wer gerne seine Wunden zu Halloween oder Karneval nicht nur selber schminken, sondern seine Schminke auch selbst herstellen möchte, kann Emma Bernardy um Rat fragen. Mit ihrem drittplatzierten Projekt Wundenwachs aus Gelatine - Eine geeignete Alternative? (Fachgebiet Chemie) lieferte sie das perfekte Rezept für ein kompostierbares Wundenwachs aus Gelatine.

Damit blinde und sehbehinderte Menschen am Gesellschaftsleben weiterhin teilhaben können, entwickelten Moritz Müller und Leann Klein in ihrem zweitplatzierten Projekt Blinde müssen sich nicht mehr ärgern (Fachgebiet Arbeitswelt) verschiedene Gesellschaftsspiele für Blinde. Neben unterschiedlichen Kartenspielen entstand schließlich sogar eine komplette Brettspiele-Sammlung. Das Besondere an ihren Spielen ist, dass Blinde auch gemeinsam mit Sehenden spielen können.

In ihrem erstplatzierten Projekt Karten "around the world" (Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften) erstellten sie mithilfe einer Nähmaschine und Plusterstiften Landkarten für Blinde. Die einfachen Methoden, Mittel sowie Materialien ermöglichen eine kostengünstige Herstellung, so dass diese Karten problemlos auch an Schulen für Blinde und Sehbehinderte verfügbar gemacht werden könnten.

Pia Schaaf und Chinara Servaty widmeten sich einem ganz anderen Thema: In ihrem erstplatzierten Projekt laCtiPlex: Zelte aus Milchtüten - kannste knicken (Fachgebiet Technik) zeigten sie, dass im Upcycling von Milchtüten sehr viel Technik steckt. Ihr Tunnel-Zelt aus 328 Milchtüten lässt sich für den Transport und die Lagerung erstaunlich klein zusammenfalten. Zur Optimierung von Stabilität und Handlichkeit der selbst gebauten Zelttypen nutzten die beiden Forscherinnen die Ergebnisse ihres erstplatzierten Mathematik-Projektes Computata complicata: Mathe hilft Technik beim Falten, bei dem sie von Carlos Servaty vom Peter Wust Gymnasium in Wittlich unterstützt wurden.
Alle erstplatzierten Jungforscherinnen und Jungforscher nehmen mit ihren Projekten im April beim Landeswettbewerb in Ingelheim teil. Dafür wünschen wir schon jetzt viel Erfolg!