Neues vom Thomas-Morus-Gymnasium

"Wie stehen Muslime zur Homosexualität?", "Wie geht der Islam mit dem Thema Sterbehilfe um?" Diese und ähnliche Fragen stellten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 am vergangenen Dienstag den Vertretern der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde in Wittlich.

Die beiden Religionskurse sowie der Ethikkurs statteten - gemeinsam mit dem stellvertretenden Schulleiter Michael Milbert und der Ethiklehrerin Sibille Betzenberger - sowohl der muslimischen Gemeinde wie auch der jüdischen Kultusgemeinde in Trier einen Besuch ab.

In der Hamd-Moschee in Wittlich-Wengerohr wurde die Gruppe vom Thomas-Morus-Gymnasium gleich von mehreren Mitgliedern der Gemeinde empfangen: Sowohl Gemeindevorsteher Kasim wie auch der Schatzmeister Dr. Asim Tariq hießen die Gruppe willkommen. Andere sorgten für die Bewirtung mit Süßigkeiten und Getränken.

Neben einer Präsentation war jedoch vor allem das offene Gespräch für die Schülerinnen und Schüler von Bedeutung. All ihre Fragen wurden von den Gemeindemitgliedern, vor allem dem Vorsitzenden, Herrn Kasim, beantwortet. So wurden z.B. die Stellung der Frau, mögliche Ehen zwischen Muslimen und Christen oder auch das Thema Organspende angesprochen. Auch die Gräueltaten des IS blieben nicht außen vor. Aus der Sicht der Ahmadiyya Muslime, darin war man sich einig, hat die Terrororganisation IS nichts mit dem muslimischen Glauben zu tun.

In Trier konnten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Führung durch die Synagoge die Symbole eines jüdischen Versammlungsraums kennenlernen. Thorarollen wurden bestaunt, Abläufe und Gewohnheiten während der Gebete erklärt und die Geschichte des Judentums aufgegriffen. Ungewohnt für die (männlichen) Schüler war besonders das Bedecken des Hauptes mit einer "Kippa".

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Eine herrliche Woche verbrachten 19 französische Schülerinnen und Schüler aus Bains-les-Bains bei ihren deutschen Partnern am Thomas-Morus-Gymnasium. Im Rahmen des neu geknüpften Austausches zwischen der Dauner Schule und dem Collège Julie Victoire Daubié in den Vogesen waren die französischen Jugendlichen gekommen, um das deutsche Schul- und Alltagsleben kennenzulernen und ihre Sprachkenntnisse anzuwenden.

Gemeinsam verbrachten sie eine abwechslungsreiche Woche: Bei einer Stadtrallye lernten nicht nur die Franzosen interessante Punkte in Daun kennen; auch ihre deutschen corres´ tüftelten an den Aufgaben. Zum Programm gehörte selbstverständlich auch ein Ganztagesausflug nach Trier sowie eine geologische Wanderung, bei der die Gruppe die Vulkanlandschaft der Eifel erkundete.

Abschluss der gelungenen Woche bildete ein Abend „franco-allemand“ in der Mensa, an dem sich alle Schülerinnen und Schüler mit kreativen Beiträgen in deutscher und französischer Sprache beteiligten. Ohne Worte hat das gemeinsame Tanzen von „Macarena“ geklappt und es hat riesigen Spaß gemacht.

Die TMGler der 8. und 9. Klassen freuen sich jetzt auf den Gegenbesuch in Bains-les-Bains im Mai!

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Mit fünf Projekten war das Thomas-Morus-Gymnasium Daun am Montag, den 19.02., beim Regionalwettbewerb von "Jugend forscht Schüler - experimentieren" in Bitburg vertreten.Die Jungforscherinnen und Jungforscher überzeugten dort mit überraschenden und innovativen Ideen:
Wer gerne seine Wunden zu Halloween oder Karneval nicht nur selber schminken, sondern seine Schminke auch selbst herstellen möchte, kann Emma Bernardy um Rat fragen. Mit ihrem drittplatzierten Projekt Wundenwachs aus Gelatine - Eine geeignete Alternative? (Fachgebiet Chemie) lieferte sie das perfekte Rezept für ein kompostierbares Wundenwachs aus Gelatine.

Damit blinde und sehbehinderte Menschen am Gesellschaftsleben weiterhin teilhaben können, entwickelten Moritz Müller und Leann Klein in ihrem zweitplatzierten Projekt Blinde müssen sich nicht mehr ärgern (Fachgebiet Arbeitswelt) verschiedene Gesellschaftsspiele für Blinde. Neben unterschiedlichen Kartenspielen entstand schließlich sogar eine komplette Brettspiele-Sammlung. Das Besondere an ihren Spielen ist, dass Blinde auch gemeinsam mit Sehenden spielen können.

In ihrem erstplatzierten Projekt Karten "around the world" (Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften) erstellten sie mithilfe einer Nähmaschine und Plusterstiften Landkarten für Blinde. Die einfachen Methoden, Mittel sowie Materialien ermöglichen eine kostengünstige Herstellung, so dass diese Karten problemlos auch an Schulen für Blinde und Sehbehinderte verfügbar gemacht werden könnten.

Pia Schaaf und Chinara Servaty widmeten sich einem ganz anderen Thema: In ihrem erstplatzierten Projekt laCtiPlex: Zelte aus Milchtüten - kannste knicken (Fachgebiet Technik) zeigten sie, dass im Upcycling von Milchtüten sehr viel Technik steckt. Ihr Tunnel-Zelt aus 328 Milchtüten lässt sich für den Transport und die Lagerung erstaunlich klein zusammenfalten. Zur Optimierung von Stabilität und Handlichkeit der selbst gebauten Zelttypen nutzten die beiden Forscherinnen die Ergebnisse ihres erstplatzierten Mathematik-Projektes Computata complicata: Mathe hilft Technik beim Falten, bei dem sie von Carlos Servaty vom Peter Wust Gymnasium in Wittlich unterstützt wurden.
Alle erstplatzierten Jungforscherinnen und Jungforscher nehmen mit ihren Projekten im April beim Landeswettbewerb in Ingelheim teil. Dafür wünschen wir schon jetzt viel Erfolg!

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Das Stück "Andorra" von Max Frisch stammt aus dem Jahr 1961. Dennoch ist es nach wie vor - man möchte sagen leider immer noch - hochaktuell. Diese These bewiesen 16 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Deutsch der 11. Klasse mit einer ideenreichen, Frischs Stück sozusagen auffrischenden Inszenierung, die sie mit außerordentlicher Spielfreude im gut gefüllten Forum Daun präsentierten.

Die Handlung um den jungen Andri, der von Menschen, die sich für besser als andere halten, zum Juden gemacht wird, der die jüdische Identität letztlich annimmt und getötet wird, ist auf Wesentliches gekürzt. Anstatt Frischs Theaterstück in 12 Bildern in allen Facetten zu zeigen, wird das Stück immer wieder unterbrochen: Ein Darsteller, ein Heft in der Hand, tritt aus seiner Rolle an den Bühnenrand und rezitiert entweder einen eigenen Text als Poetry-Slam oder zitiert z. B. Büchners "Märchen der Großmutter". Jedes Mal werden Probleme des Ich bzw. der Identität in verdichteter Weise konkret. Offenbar ist es ein wesentliches Ziel, den Modell-Charakter des Stückes im wahrsten Wortsinn in den Vordergrund zu rücken, was den jungen Darstellern in sehr eindrücklicher Weise gelingt. Während Frisch die Problematik um die fatale Wirkweise von Vorurteilen und Stigmatisierung paradigmatisch am Antisemitismus veranschaulicht, legt diese Aufführung unter der Leitung von Dr. Felicia Lauer und Maria Gaul den Fokus auch auf andere, täglich begegnende und die Gesellschaft in Atem haltende, die Menschenwürde verletzende Situationen.Es geht um Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass, es geht um Ausgrenzung von Randgruppen und um in Deutschland wieder um sich greifenden Antisemitismus. - Das ist alles sehr aktuell und mündet - geradezu klassisch -am Ende in einen Chor, der den Zuschauer im Refrain dazu auffordert, NEIN zu sagen, sobalder solch menschenunwürdigem Verhalten begegnet.

Spannender kann Theater nicht sein! Die Spannung auf der Bühne, erzeugt von durchweg äußerst diszipliniert agierenden Darstellern, unter denen das Spiel von Tabea Leuschen als Andris Halbschwester Barblin besticht, erfasst den Zuschauerraum, aus dem während der knapp eineinhalb Stunden kaum ein Laut zu hören ist. Dreimal ist man geradezu froh, kurz 'ent-spannen' zu können, indem man Szenenapplaus spendet, nachdem Alysha Molitors virtuoser Gesang zu hören war. Am Schluss erheben sich fast alle Zuschauer aus ihren Sitzen -zu Recht! Mit nach Hause nimmt man nicht nur ein außergewöhnliches Theatererlebnis, sondern auch ein von den Schülerinnen und Schülern gestaltetes Programmheft, das alles enthält, was man bisweilen im professionellen Theater vermisst - nochmals BRAVO!

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